Startseite
    Tagebuch
    Musik
    Kritiken
  Archiv
  Wunschliste
  Zitate

 

http://myblog.de/batgirl

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
30. November ||

Jedes Gefühl der Verzweiflung sieht mit ein bisschen Abstand so lächerlich aus. Jeder Zusammenbruch so schwachsinnig. Okay, es ist gerade mal eine Stunde her, aber ich fühle mich, als wären Jahre dazwischen.
Ja, ich habe den Film gesehen. Und endlich mal wieder etwas, das auch seinen Ruhm verdient hat. Obwohl ich die Romanze und das Ende zum Brechen fand. Stahl dem Pferd und dem Mädchen die Show. Dafür hab ich mich im Mädchen wiedergefunden und die Mutter war meiner ähnlich. Einbildung warscheinlich. Egal.

Ich hab natürlich die Hausaufgaben nicht vor dem Film fertig bekommen und danach wurde mir klar, dass ich sie nicht schaffe. Niemals. Und ich...kann nicht unvorbereitet in die Schule gehen. Ich kann's nicht. Da lass ich's lieber ganz. Problem ist nur, dass ich Montag nicht war, Dienstag wieder, Mittwoch nicht und Donnerstag wieder. Jetzt Freitag wieder nicht?
Diese Halsschmerzen sind ein guter Grund. Sie regen mich wirklich auf. Es fühlt sich so...falsch an. So gar nicht nach üblicher Erkältung. Ich bitte meine Mutter morgen mit mir zum Arzt zu fahren, wenn der Zeit hat. Egal, ob sie noch wegfahren wollte oder nicht. Ich...fühle mich als hätte ich versagt. Weiß nicht...

Ich hab, als ich gemerkt hab, dass ich die HA nicht schaffe wieder dieses Verschwinden des Selbstwertgefühls gemerkt, aber das war's nicht, was mich hat abstürzen lassen. Ich hab an die bevorstehenden Tage gedacht. Weihnachten...Silvester...mein Geburtstag... Ich dachte an die letzten Jahre und an die, als ich ein Kind war. Die letzten Jahre war ich an diesen Feierlichkeiten immer so...allein. Zu Weihnachten streitet sich meine Familie. Zu Silvester gehe ich schon seit ein paar Jahren zu Freunden und es ist toll und schön und alles, aber wenn dann der Countdown gezählt wird und sich alle zum neuen Jahr gratulieren, wenn die Raketen hochgehen und alle grinsen und feiern...dann fühl ich mich allein. In stillen Momenten. Manchmal absichtlich, manchmal nicht. Zum Geburstag hatte ich ja die letzten beiden Jahre immer ein Stimmungsloch und nur dieses Jahr eine arg verspätete Geburstagsparty. Ich will an meinem Geburtstag künftig nicht mehr allein sein. Das ist ein schreckliches Gefühl für mich.

"Hn?", werdet ihr jetzt fragen. "War das nicht die, die immer rumposaunt sie wäre so gern allein? Sie würde Menschen nicht mögen und Jugendliche verabscheuen? Hn? Die will nicht allein sein?" Ja, ich weiß, dass das wenig Sinn macht. Diese Feiertage sind auch nur Tage wie jeder andere auch. Ich könnte mich in mein Zimmer verkriechen und so tun, als wäre nichts. Aber ich weiß, dass ich das nicht schaffe. Ich werde daran denken, was für ein Tag heute ist und dann wieder abstürzen. Ich mag es allein zu sein, aber nicht an diesen drei Tagen. Und ich werde es dieses Jahr wieder definitiv 2 mal sein [Weihnachten und Silvester] und das macht mich traurig. Sehr. Wenn ich daran denke, wie es als Kind war... Ich weiß, dass da nichts anders war. Die Welt war die gleiche grausame Welt und die Familie war genauso wie jetzt auch. Aber meine Sicht war anders. Ich hab mich einfach gefreut.

Ich schiebe es mal auf ungeheuerliche Naivität meinerseits, dass ich immer noch glaube, dass alles gut werden könnte und blablabla. Ich weiß, dass es das nicht wird. Das erwarte ich auch gar nicht. Perfekte Welt. Pah. Aber irgendwie...kommt sowas wie oben nicht bei mir an. Ich sehe Menschen sterben, ich sehe Kinder weinen, ich weine selbst und nichts kommt an. Naivität. Ich kann ziemlich gut verdrängen. Es macht mir nicht viel aus. Erzählt mir eure Leidensgeschichten, es wird mir nicht viel ausmachen. Ich werde euch mein Beileid geben, ich werde sie verstehen, ich werde mir Gedanken darüber machen was für eine Welt das ist aber wirklich ankommen tut es nicht.
Ich weiß noch nicht, ob das gut oder schlecht ist. Das bedeutet einerseits, dass mich so schnell nichts umhaut und ich immernoch eine recht positive Einstellung zum Leben habe. Andererseits ist es nicht nur befremdend, sondern auch gruselig, weil ich nicht weiß wann es aufhört und was DANN auf mich wartet.

Es ist doch seltsam. Ich verknüpfe mein Selbstwertgefühl mit meiner Schule, aber nichts wirklich Wichtiges kommt an. Irgendwas stimmt mit mir nicht. Ganz logisch betrachtet.

Ich hätte jetzt ganz gern die Adresse von Zeo, weil ich ihm was zu Weihnachten schicken möchte. Aber ich kann nur zu gut verstehen, dass er sie mir nicht gibt. Und das hier ist auch keineswegs eine Aufforderung, so wie sonst immer, sondern lediglich eine Feststellung.

Fassen wir zusammen:
-Zusammenbruch heute abend
-morgen möglichst nicht zur Schule
-Feiertage nicht alleine verbringen
-Gefühlskälte im falschen Maße

= auf vollster Linie versagt

Ich hab keine Angst meine Gefühle darzustellen. Warum sollte ich auch. Wouh, es ist sogar schon der erste Dezember! Willkommen neuer Monat! Was für eine Begrüßung!
1.12.06 01:26


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung